Die Drei Musketiere
Die zentralen Figuren des Optioment-Systems
75
GoURLs
19.680
BTC gestohlen
14.804
Geschädigte
Kurzfassung
Wer sind die "Drei Musketiere"? Bernd Paierhofer, Johannes Heimhilcher und Jürgen Paierhofer waren die öffentlichen Gesichter von Optioment.
Das Problem: 8 Jahre Ermittlung, aber die Hauptbeschuldigten wurden nie identifiziert. 0 BTC beschlagnahmt.
Was war Optioment?
Optioment war ein Bitcoin-Investment-Programm (2016-2017). Kunden zahlten BTC ein für angeblich hohe Renditen durch "professionelles Trading".
Das Versprechen:
- • 2% Tradingrendite pro Woche (zusätzlich beworben)
- • "Professionelle Trader"
- • "35.000 BTC Absicherung"
- • 7% Provision für Werber
Die Realität:
Kein Trading. Geplanter Exit-Scam – sie wollten einfach nicht mehr auszahlen.
Die zentrale Frage: Wer waren die Täter?
- •"Mazur und Popov" aus Dänemark waren angeblich die Betreiber
- •Christopher RIEDER war nur "Vermittler"
- •Die "Drei Musketiere" waren angeblich selbst Opfer
- •0 BTC beschlagnahmt — trotz 19.680 BTC Schaden
- •8 Jahre Ermittlung — keine aktenfesten Nachweise zu Identitäten/Verantwortlichkeiten im vorliegenden Material
- •Das angebliche "Treffen in London" ist im vorliegenden Material nicht aktenfest belegt
- •Verdacht: abgestimmtes Narrativ zur Ablenkung (im Repo nicht abschließend verifiziert)
Die wahre Arbeitsteilung des Betrugs:
Mazur & Popov? Identitäten nicht verifiziert (im Repo keine aktenfeste Zahlungsfluss-Zuordnung).
Wer sind die "Drei Musketiere"?
Bernd PAIERHOFER, Johannes HEIMHILCHER und Jürgen PAIERHOFER traten im Material als zentrale Vertriebler/öffentliche Gesichter auf. Die Erzählung rund um "Mazur & Popov" ist im Repo nicht aktenfest verifiziert. Es werden Veranstaltungen mit bis zu 700 Teilnehmern dargestellt.
Hintergrund: Das geplante Verbrechen
Verdacht: Sie kannten das Bitclub-System und wussten, dass solche "Trading-Bots" nicht funktionieren. Trotzdem warben sie für Optioment mit dem gleichen Versprechen (inkl. "2% pro Woche Tradingrendite"). Das Provisionssystem (7%) lockte gezielt die enttäuschten Bitclub-Opfer an.
⚠️ Ohne diese Ermittlungen bleiben die Musketiere auf ihren Aussagen sitzen — sie behaupten, selbst "Opfer" gewesen zu sein.
Was aus dem Akt bekannt ist:
Das Ermittlungsdefizit
Die Behörden haben nie ermittelt, wer die GoURL-Einzahlungsadressen und die Optioment-Homepage tatsächlich kontrollierte. Ohne diese Ermittlung kann nicht bewiesen werden, wer die 19.680,00 BTC gestohlen hat.
- • Die Wallets der Hauptbeschuldigten beschlagnahmen
- • Den Homepage-Betreiber identifizieren
- • Die GoURL-Transaktionen forensisch analysieren
- • Wer konfigurierte das GoURL-System?
→ Nichts davon wurde getan. Die Ermittlung scheiterte.
Das Ermittlungsversagen
Die WKStA ermittelte von Dezember 2017 bis Oktober 2025 — fast 8 Jahre. Das Verfahren gegen die "Drei Musketiere" wurde eingestellt (37 St 2/25v).
- ✓ Veranstaltungen dokumentiert
- ✓ Provisionen teilweise erfasst
- ✓ Zeugenaussagen gesammelt
- ✗ Wer kontrollierte die GoURL-Wallets?
- ✗ Wer betrieb die Homepage?
- ✗ Wohin flossen die 19.680 BTC?
- ✗ Wallet-Beschlagnahme bei Musketieren
Wer kontrollierte die Einzahlungsadressen und die Homepage?
Die Wallets wurden nie beschlagnahmt, der Homepage-Betreiber nie identifiziert.
Die Konsequenz:
Die Zahlen
Wohin flossen die Bitcoin?
Hinweis: Ob die Musketiere diese Adressen kontrollierten, wurde nie ermittelt. Die Zahlen zeigen nur das Gesamtvolumen des Betrugs.
LKA-Beweise: Video-Geständnisse der Musketiere
MESIC lieferte Video- und Tonmitschnitte diverser Videokonferenzen und der Optioment-Werbeveranstaltung in Vösendorf. Das LKA wertete diese aus und kam zu folgenden Feststellungen:
"(17:47) J.H. erklärt, dass sie Optioment gegründet haben."
"(48:23) B.P. erklärt, dass er, sein Bruder und der Heimhilcher (3M = drei Musketiere) ein gemeinsames Unternehmen haben und dieses hat einen Vertrag für die Vermarktungsrechte. B.P. weist darauf hin, dass er/sie den Vergütungsplan verfasst haben."
"Da es Optioment in dieser Form nicht gegeben hätte und von den 3M kreiert wurde, wäre die 3M auch die einzigen Lizenznehmer."
"Anm.: B.P. teilt somit den Teilnehmern mit, dass die 3M die Schöpfer vom Optioment-Vertriebssystem sind und sie die Etablierung des Systems initiiert hätten."
LKA-Conclusio: "Nach der Analyse der fünf Mediafiles kann zusammenfassend festgestellt werden, dass sich die 3M als die Erfinder des Optioment-Vertriebssystems präsentiert hatten."
LKA-Beamter OBER formulierte basierend auf den Video-Geständnissen gezielte Fragen an die Musketiere:
→ Alle 3 Musketiere verweigerten die Beantwortung!
Trotz Aussageverweigerung: Verfahren eingestellt mit "Nicht zu widerlegen"
Mehr Details auf der MESIC-Seite
Vollständige Zeugenaussagen, LKA-Berichte und Video-Auswertungen
Zusammenfassung
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